WASCLIM

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Rapp

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Institut für Physik der Atmosphäre
Oberpfaffenhofen
Deutschland

WASCLIM Webseite: http://www.pa.op.dlr.de/wasclim/DE/#


Das Projekt WASCLIM untersucht den Einfluss von Schwerewellen auf die stratosphärische Zirkulation und das Klima der Sudhemisphäre anhand von Beobachtungen, hochaufgelösten numerischen Simulationen, meteorologischen Reanalysedaten und Klimamodellierung. Die Entwicklung und Implementierung einer einfachen Parametrisierung für die horizontale Ausbreitung der Schwerewellen sowie anschließende Klimasensitivitätssimulationen helfen dabei die resultierenden Effekte auf das troposphärische Klima und die Klimaveränderungen zu quantifizieren. Im Projekt werden bodengebundene Langzeitmessungen mit dem autonomen Temperaturlidar CORAL (Compact Rayleigh Autonomous Lidar) an der Sudspitze von Südamerika weitergeführt. Diese werden mit episodischen flugzeuggetragenen Messungen, u.a. mit dem neuen ALIMA (Airborne Lidar for Studying the Middle Atmosphere) Instrument und GLORIA (Gimballed Limb Observer for Radiance Imaging of the Atmosphere) auf dem deutschen Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) und boden-gebundenen Meteorradar Messungen ergänzt.

Die Region um die Anden und die Antarktische Halbinsel zeichnet sich durch auffällige stratosphärische Schwerewellenaktivität aus. Der gesammelte Datensatz deckt unterschiedliche Schwerewellenquellen ab und wird mit hochaufgelösten Simulationen des ICON Modells auf konsistente Weise vervollständigt werden. Dieser Datensatz wird zusammen mit Analysen des Schwerewellenwiderstands in Reanalysedaten dazu verwendet werden, eine Parametrisierung zu entwickeln, welche die horizontale Ausbreitung von GWs nachbildet. Die hochaufgelösten Simulationen werden des Weiteren zur Evaluierung der Parametrisierung in den Simulationen, die mit dem EMAC Klimamodell (= globales Klima- und Chemie-Simulationssystem deutscher Forschungseinrichtungen) für spezifische Episoden der Kampagne durchgeführt werden, verwendet. Die nötige, statistische Beurteilung der im Mittel angemessenen Repräsentation der Schwerewellen im modifizierten EMAC erfolgt anhand der Langzeit-Reanalysedaten.

 

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